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Mannheimer Schulen: Mehr Platzbedarf an weiterführenden Schulen
Nachricht auf Stadttreffpunkt
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In Mannheim bleiben die Schülerzahlen insgesamt nahezu stabil. Während die Grundschulen erstmals seit Jahren leicht weniger Kinder verzeichnen, wird an weiterführenden Schulen bis 2032/2033 ein deutlicher Zuwachs erwartet.
Mannheims weiterführende Schulen müssen in den kommenden Jahren mehr Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Im Schuljahr 2025/2026 besuchen 14.916 Kinder und Jugendliche eine öffentliche weiterführende Schule. Nach den aktuellen Prognosen soll diese Zahl bis 2032/2033 auf rund 17.100 steigen – ein Zuwachs von knapp 15 Prozent.
Die Stadt Mannheim reagiert darauf mit zusätzlichen Schulkapazitäten. Zum Schuljahr 2026/2027 soll die neue Rosa-Parks-Gemeinschaftsschule am Standort Vogelstang den Betrieb aufnehmen. Außerdem sind Erweiterungen, Sanierungen und Ersatzneubauten an weiteren Schulen vorgesehen, um zusätzliche Unterrichtsflächen zu schaffen.
Insgesamt besuchen im laufenden Schuljahr 26.911 Schülerinnen und Schüler eine öffentliche allgemeinbildende Schule in Mannheim. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl damit nahezu unverändert geblieben. Werden öffentliche und private Schulen zusammen betrachtet, ist die Schülerzahl hingegen leicht auf 31.243 gestiegen. Das sind 259 mehr als im Schuljahr 2024/2025.
An den Grundschulen ist erstmals seit dem Schuljahr 2013/2014 ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Dort werden derzeit 10.650 Kinder unterrichtet, 51 weniger als im Vorjahr. Für das kommende Schuljahr wird zunächst noch einmal ein geringfügiger Anstieg erwartet. Langfristig rechnet die Stadt wegen sinkender Geburtenzahlen jedoch mit einem Rückgang auf rund 10.100 Grundschülerinnen und Grundschüler bis 2044/2045.
Trotz dieser Entwicklung werden an den Grundschulen voraussichtlich keine Kapazitäten frei. Grund dafür ist die Einführung von Juniorklassen, die als Vorbereitung für Kinder vorgesehen sind, die noch nicht schulreif sind.
Auch die Ganztagsangebote werden ausgebaut. Nach Angaben der Stadt nehmen 73,3 Prozent der Mannheimer Grundschulkinder eine Ganztagsgrundschule oder ein ergänzendes Betreuungsangebot wahr. Mit der Waldhofschule soll zum Schuljahr 2026/2027 die 14. Ganztagsgrundschule in Mannheim starten. Damit setzt die Stadt den Ausbau im Zusammenhang mit dem ab diesem Schuljahr schrittweise eingeführten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder fort.
Bei der inklusiven Beschulung liegt Mannheim weiterhin an der Spitze Baden-Württembergs. Die Inklusionsquote beträgt im Schuljahr 2025/2026 insgesamt 39,3 Prozent. Im Vorjahr waren es 37,3 Prozent, landesweit zuletzt 15,2 Prozent. Insgesamt werden 835 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Bildungsanspruch an allgemeinbildenden Schulen inklusiv unterrichtet; mehr als die Hälfte besucht eine Grundschule.
Die Schulstatistik basiert auf den amtlichen Schuldaten des Landes Baden-Württemberg und zusätzlichen Erhebungen des städtischen Fachbereichs Bildung. Stichtag war der 22. Oktober 2025. Sie dient der Stadt als Grundlage für die weitere Schulentwicklungsplanung.
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